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100 Tage Bildungsarbeit mit dem Surface Go

Ein Anwenderbericht eines Mittelschulelehrers und Dozenten – Veith Rühling

Microsoft hat mit seinem Surface Go den ersten ernstzunehmenden Angriff auf den Bildungssektor gestartet und kann der Konkurrenz durch Apples iPad nun mehr als nur Paroli bieten. In 100 Tagen habe ich das Surface Go im harten Alltag zwischen Schulklasse und Universitätsseminar getestet – und festgestellt, dass der effizienteste Begleiter für Lehrpersonen endlich da ist.

Seit einem guten halben Jahr ist Microsofts Surface Go nun auf dem Markt und trat mit seiner neuen Hardware und neuen Preisen direkt gegen Platzhirsch Apple im Educationbereich an. Vorweg gegriffen kann man sagen, dass Microsofts Plan aufgeht und das Surface Go endlich der lang ersehnte Dauerbegleiter für Lehrpersonen werden könnte.

Doch der Reihe nach. Natürlich stehen bei allen Neuerscheinungen im IT-Bereich vor allem die technischen Daten im Mittelpunkt des Interesses. Und auch wenn ich mich über einen Pentium Gold 4415Y aus Intels Kaby-LakeGeneration, 8 Gigabyte Arbeitsspeicher und eine 128 Gigabyte SSD freue, so kaufe ich ein Gerät, das ich tagtäglich in Händen halte und für meine Arbeit nutze, auch wegen des Designs, der Haptik und ja, natürlich auch wegen der praktischen Handhabung.

Schön, stylisch, praktisch

Bei Verarbeitung und Style punktet Microsofts Surface Go auf der ganzen Linie. Das Magnesium-Gehäuse in Platin Grau überzeugt bei Haptik und Spaltmaßen und hinterlässt generell einen sehr wertigen Eindruck. Erfreulich ist, dass die matte Metalloberfläche recht unempfindlich für Fingerabdrücke ist. Verwindungen gibt es nicht und die Verarbeitung des Geräts braucht den Vergleich mit Geräten jenseits der 1000-Euro-Grenze keineswegs zu scheuen.

Aber was hilft alle Schönheit, wenn ein Gerät im praktischen Einsatz nicht überzeugen kann? Doch auch hier punktet die Hardware des Surface Go. Der ausklappbare „Kickstand“, den Surface Go von seinen großen Verwandten übernommen hat, garantiert nicht nur einen sicheren Stand mit variablen Neigungen auf dem Tisch. Selbst auf den Oberschenkeln abgestellt, steht das Surface Go sicher und man kann ohne oder mit Tastatur arbeiten.

Apropos Tastatur: Microsoft Type Cover, das im geschlossenen Zustand das sehr gute 3:2-Display zuverlässig schützt, macht Surface Go endgültig zu einem ernstzunehmenden Arbeitsgerät. Es bietet für seine flache Bauweise ein überraschend gutes Schreibgefühl, verwindet sich, auch bei Ablage beider Handballen, kaum und hat als Sahnehäubchen beleuchtete Tasten. Ein Feature, das in meiner Gerätesammlung sonst nur mein 2000 Euro Thinkpad bietet. Viele Geräte verfügen zwar über einen Fingerabdrucksensor, den das Surface Go nicht hat, Microsofts „Hello“ Lösung mit Gesichtserkennungslogin funktioniert aber auf dem Surface Go schnell und reibungslos (wenn es nicht zu dunkel ist), ohne dass man das Gerät überhaupt in die Hand nehmen muss.

Das Hardwarefeature, das den Nutzwert – neben dem Type Cover – vor allem für den Bildungsbereich erweitert, ist die Unterstützung des Surface Pens, dem aktiven Eingabestift für die Surface Familie. Später noch mehr dazu. Und so bringt das bis zu 8 Stunden laufende Surface Go, nebst Type Cover und Pen ein Schultaschen-freundliches Gewicht von insgesamt 790 Gramm auf die Waage.

Tanzen auf zwei Hochzeiten

Der Einsatzbereich für das Surface Go ist in meinem Fall breit gefächert. Während ich die eine Hälfte meiner Arbeitszeit in einer bayerischen Mittelschule unterrichte, bin ich die andere Hälfte als Dozent am Lehrstuhl für Schulpädagogik der Universität Augsburg tätig. Und so breit wie die Anforderungen beim Unterrichten sind, so vielseitig setze ich das Surface Go dann auch täglich ein.

Als kurzes Resümee kann man hier schon sagen, dass das Gerät auf beiden Spielfeldern meine Erwartungen erfüllt – wenn auch bei bestimmten Einsatzbereich mit etwas Wartezeit.

Von A wie Anwesenheit, bis Z wie Zeug vergessen

Der typische Schultag beginnt mit der Kontrolle der Anwesenheit. Das wird an meiner Mittelschule, dank der Digitalisierungsbereitschaft der Schulleitung, mittels einer Softwarelösung verwaltet. Hier finde ich auch Vertretungen, zum Teil mit Arbeitsaufträgen für die Klassen, wichtige Termine und Raumreservierungen. Doch leider habe ich nicht in jedem Klassenzimmer ein Notebook stehen, sodass ich dann doch wieder den Botendienst ins Sekretariat schicken muss.

Surface Go kann ich nun mittels USB-C-Dockingstation einfach an ein vorhandenes Netzwerkkabel anstecken und habe Zugriff auf das Internet und unsere Softwarelösung. Für mich als Fachlehrer, der permanent das Klassenzimmer wechselt, eine riesige Erleichterung, dass ich immer mein eigenes Gerät anschließen und benutzen kann. Auch deshalb, weil ich unter Windows 10 den Cloud-Client von Synology installieren kann, um jederzeit auf meine Unterrichtsvorbereitung und die Materialien auf meinem heimischen NAS zugreifen zu können. Und bei Bedarf kann ich das vorbereitete Arbeitsblatt einfach über das Netzwerk an den Drucker im Lehrerzimmer schicken; dem Windows-Netzwerk sei Dank.

Die integrierten Stereolautsprecher reichen aus, um mal einen kurzen Videoclip ohne zusätzliche Boxen zu zeigen. Oder eine Animation, die sogar noch im Flash-Format vorliegen darf – und davon gibt es im Bildungsbereich noch eine ganze Menge. „Bei Verarbeitung und Style punktet Microsofts Surface Go auf der ganzen Linie.“ Ganz generell liegt der Vorteil des Windowssystems auf der Hand. Gerade Software im schulischen Bereich ist oft zunächst einmal für Windows verfügbar – teils dann auch für MacOS oder die mobilen Ableger iOS und Android. Oder wie im Fall meiner Notenverwaltungssoftware gibt es eine Schullizenz für Windows, das iOS-Modul für die Benutzung auf dem iPad müsste ich aber für teures Geld zusätzlich bezahlen.

Große Lösungen für große Ambitionen im Unterricht

Kommt es zu den großen Lösungen für große Ambitionen wie der Adobe Creative Cloud, ist man endgültig froh, ein passendes Windows Tablet zu haben, das auch noch Tastatur, Maus und Stift unterstützt. Natürlich ist klar, dass die Performance des Surface Go nicht mit einem Surface Pro oder gar einem Desktop Rechner mithalten kann. Allerdings sind zahlreiche Einsatzbereiche in und für den Unterricht abgedeckt: Layouts in InDesign, das Aufnehmen und Schneiden von Hörspielen in Audition (dank USB-C-Hub mit top USB-Mikrofon), ein paar Bearbeitungen in Photoshop oder das Zeichnen mit dem Surface Pen in Adobe Illustrator. Selbst Videoschnitt für Klassenprojekte lässt sich mit dem neuen Adobe Premiere Rush, welches weniger Ressourcen-hungrig als sein großer Premiere-CCBruder ist, auf dem Surface Go umsetzen.

Die hohe Auflösung des 10-Zoll-Displays von 1800 mal 1200 Pixeln (entspricht 217 PPI) schafft trotz der geringen Diagonale eine entsprechende Übersicht beim Arbeiten mit jeglicher Software – von den einschlägigen Office-Anwendungen bis zur ProfiBildbearbeitung. Über den USB-C-Hub lässt sich das Bildsignal auch auf externe Monitore ausgeben – sogar mit 60 Hz auf ein 4k-Display. Damit kann ich beispielsweise an der Universität im neuen digitalen Seminarraum auch die größten Displays nativ bespielen.

Was geht App

Egal ob Mittelschule oder Universität, besonders gerne nutze ich Adobe Spark Post, Page und Video, um diverse Elemente des Digital Storytellings in meinen Unterricht zu integrieren. Oder meine Schülerinnen und Schüler, bzw. meine Studierenden erstellen damit eigene Inhalte im Rahmen des Unterrichts. Für iOS gibt es native Apps, für Windows nicht. Allerdings kann man auf Spark auch über ein Web-Interface zugreifen und der Fullscreen-Modus von Microsofts Browser Edge stellt dann beinahe das gleiche Look & Feel her, wie eine entsprechende App.

Schreib es doch einfach auf

Surface Go unterstützt Microsofts aktiven Stift Surface Pen und erlaubt damit eine Vielzahl von Anwendungen im und für den Unterricht. Mal eben eine Mindmap mit der Klasse zu einem Thema erstellen? Über den Beamer auf dem Surface Go mittels Pen so schnell wie an der Tafel – plus des Vorteils, dass man das Ergebnis gleich in Microsoft OneNote ablegen kann. Notizen der Lehrperson während eines Referats oder einer Seminarpräsentation, unterstützt durch kleine Skizzen zum Vortrag oder eine kurze Videoaufnahme aus dem Vortrag? Vielleicht noch ein Foto des Präsentationsplakats? Perfekt notiert und gleich geordnet ebenfalls in OneNote. Ein Adobe SparkVideo erstellen, in dem auch eine kleine Skizze vorkommen soll? Dafür sind nicht Papier, Buntstifte und eine Digicam nötig – das kann mit Pen und Paint 3D direkt auf dem Surface erledigt und eingebunden werden. Das Schreibgefühl mit dem Pen empfinde ich übrigens als so angenehm, dass ich ihn teilweise merklich dem Tippen vorziehe. Und das magnetische „Anklippen“ des Pens an das Gehäuse erspart die dauernde Suche nach dem kleinen Helfer.

Fazit

Das Surface Go beweist sich als verlässlicher Begleiter im Alltag für Lehrpersonen in Schulen und Universitäten; ebenso wie das für Schülerinnen und Schüler oder Studierende wäre. Die Möglichkeiten der Hardware in Kombination mit der Windows-Umgebung decken die Bedürfnisse im Bildungsbereich ausgezeichnet ab: Vom Gesichtserkennungslogin über die Installation von freier und Profisoftware, vom Vielschreiber-geeigneten Type Cover bis zum vielseitig verwendbaren Surface Pen bietet das System, neben allgemeinpraktischen Aspekten und der Erweiterbarkeit, enormes pädagogisches und didaktisches Potenzial. Ja, Type Cover und Pen kosten extra, sie sind die Investition aber allemal wert. Als Gesamtpaket überzeugt das Surface Go mit seinem Preis-Leistungs-Verhältnis und ist endlich der digitale Begleiter, auf den viele im Bildungsbereich gewartet haben.

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