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OneNote App und OneNote als Programm

Viele Leute kommen auf mich zu und fragen, wie ich mit OneNote arbeite. Außerdem gebe ich viele Workshops über das Thema. Dabei ist eine Sache immer gleich: Dass es eine OneNote App und OneNote als Programm gibt sorgt immer wieder für allgemeine Verwirrung und Durcheinander. Wie erkenne ich Programm/App? Was sind die Unterschiede? Was sollte ich besser benutzen? In diesem Artikel bringe ich ein bisschen violettes Licht in das OneNote-Dunkel.

Optik

Als erstes möchte ich den wesentlichen Unterschied erklären: Die App hat jeder; das Programm nur wer Office installiert hat. Man kann die beiden OneNote Versionen an den Kacheln voneinander unterscheiden, wenn man sie öffnen möchte und das, obwohl sich Microsoft Mühe gegeben hat, das so schwierig wie möglich zu machen. Auf den nachfolgenden Screenshots habe ich mal die Kachel für die App und das Programm eingefügt.

Ja, die Farben sind fast identisch und auch das OneNote-Logo sieht sich sehr ähnlich. Das entscheidende, was das Programm kennzeichnet ist die Jahreszahl hinter dem Namen OneNote. Diese zeigt an, welche Office Version installiert ist (in meinem Fall 2016) und damit auch, dass dieses OneNote das vollwertige Programm ist. Die Kachel, die einfach nur OneNote heißt, ist immer die App.

Auch die Optik im Programm und in der App unterscheiden sich. Die App sieht sehr clean und aufgeräumt aus. Die Anzahl der Menüpunkte ist deutlich kleiner und die einzelnen Seiten an der linken Seite bieten bereits eine kleine Vorschau auf den Inhalt.

OneNote-Beispiel_420x202_Blog

Das OneNote Programm dagegen sieht den anderen Office Anwendungen sehr ähnlich. Es gibt mehr Menüpunkte mit deutlich mehr Funktionen. Außerdem sind alle Symbole kleiner und enger beieinander. Das hat den Grund, dass die App auf die Bedienung durch Touch ausgelegt ist und das Programm auf Maus und Tastatur.

Funktionalität

Als nächstes möchte ich ein bisschen was über den Funktionsunterschied sprechen. Klären wir also zunächst, was die OneNote App kann. Die OneNote App bildet die Grundlagen für digitale Notizen ab. Man kann in Computerschrift und mit einem digitalen Stift Notizen erstellen und sie bearbeiten, also verschiedene Farben, Marker, Radierer, Schriftart, usw. Man kann Tabellen, Dateien, Bilder und Links einfügen. Die Einstellungen für den Stift sind einfacher und schneller gemacht, als beim Programm.

OneNote-Werkzeuge_Blog

Tatsächlich war es das aber an fast allen Funktionen, die es gibt. Die App kann jedoch auch eine Freihand-Skizze in Formen konvertieren, was Ihr schon aus einem Video von mir kennt.

 

Eine weitere Funktion, die ganz neu dabei ist heißt Mathematik. Über diese werde ich auf jeden Fall noch ein Video machen. Grundsätzlich bietet diese die Möglichkeit handgeschriebene Formeln automatisch für sich auflösen zu lassen und den Graph darzustellen.

OneNote-Rechnungen_485x272_Blog

Diese coole Funktion hat das Programm nicht. Ein weiterer Vorteil der App ist, dass das Look & Feel in jeder App gleich ist. Ob man die Windows App verwendet, die iPad oder Android App, überall sieht die App gleich aus und die Funktionen befindet sich immer an derselben Stelle.

 

Das Programm OneNote bietet dagegen deutlich mehr Funktionalität. Wenn ich jetzt jede Funktion aufzähle, dann wird dieser Artikel hundert Seiten lang, daher lasse ich das und beschränke mich auf das wesentliche. Viele Leute mögen es, dass man die handschriftlichen Notizen in Computer-Text konvertieren kann. Das geht aber nur im Programm. Jeder, der in der App eine Notiz markiert und einen Rechtsklick darauf machen möchte, wird feststellen, dass das nicht geht. Außerdem gibt es die Suchfunktion nur im OneNote Programm.

Zusätzlich ist das Programm nicht nur auf das Anlegen von digitalen Informationen ausgelegt, sondern zusätzlich auch auf Organisationsmöglichkeiten. Sei es die Outlook-Integration für Termine und Aufgaben oder die weitreichenderen Möglichkeiten Seiten anzulegen und zu sortieren. Außerdem können mit dem Programm auch Notizbücher erstellt werden, die nur offline gespeichert sind und nicht in der Cloud.

Einsatz

Welches OneNote sollte man also nun benutzen? Als Fazit möchte ich meine Einschätzung dazu noch geben. Ich persönlich benutze beide Versionen, es hängt bei mir immer von Anwendungsfall ab.

Die OneNote App finde ich angenehmer, wenn ich einfach Notizen machen möchte. Sei es in einer Vorlesung, in einem Workshop, Meeting oder wenn ich mir einfach etwas für mich notiere. Mir gefällt dann das aufgeräumte Design, das mich nicht vom wesentlichen ablenkt und die bessere Performance. Das Programm kostet natürlich mehr Hardware Ressourcen, als die App.

Das Programm hingegen verwende ich, wenn ich OneNote als mein Organisationstool verwende. Das ist meist auf der Arbeit der Fall, dass ich meine Informationen gründlich sortiere, mal nach etwas suche oder eine Seite per Mail verschicke. Im Büro ist mein Surface ohnehin in der Docking-Station und ich verwende es häufiger mit Maus und Tastatur.

Ich hoffe dieser Artikel hat für Euch ein bisschen Klarheit geschaffen. Was benutzt Ihr lieber? Programm oder App? Schreibt es gerne in die Kommentare.

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