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Windows 10 S, Home, Pro, Edu, Enterprise – Den Durchblick im Versions-Dschungel behalten

Eigentlich wollte Microsoft mit Windows 10 nur noch ein einziges Betriebssystem für alle Devices anbieten. Genau genommen haben sie das auch gemacht, was jedoch nicht bedeutet, dass es nur eine Variante von Windows 10 gibt. Das zuletzt vorgestellte Windows 10 S ist eine davon. Doch wer sich ein bisschen tiefer mit den Versionen beschäftigt stellt fest, dass es noch weitere gibt. In diesem Artikel möchte ich dazu einen Überblick geben.

Von Windows 10 gibt es momentan folgende Versionen:

  • Windows 10 S
  • Windows 10 Home
  • Windows 10 Pro
  • Windows 10 Enterprise
  • Windows 10 Education
  • Windows 10 Education N
  • Windows 10 Education KN

Doch was unterscheidet die einzelnen Versionen? Grob gesagt einfach nur die Features, bzw. Einstellungs- und Verwaltungsmöglichkeiten von Windows 10. Klar eine Schule mit 200 Schulgeräten möchte die Lizenzen zentral verwalten und besondere Einstellungen treffen, die einem normalen Consumer gar nicht wichtig sind.

Schauen wir aber noch ein bisschen genauer hin und beginnen bei den Versionen, die der normale Consumer kaufen kann.

Windows 10 S – Home – Pro

Windows 10 S wurde erst dieses Jahr vorgestellt. Es handelt sich dabei um eine Windows Version, bei der nur Apps aus dem Windows Store (Ausnahme: Office) installiert werden können. Daher soll das Betriebssystem sicherer sein, mehr Akkulaufzeit bieten, schneller booten und arbeiten. Das Nutzen von Bing als Suchmaschine und Edge als Internetbrowser ist dabei Pflicht.

Microsoft selbst fasst die Unterschiede folgendermaßen zusammen:

Windows-Unterschiede_2

Was interessant ist: Windows 10 S basiert auf Windows 10 Pro und nicht auf Windows 10 Home. Das erkennt man deutlich, wenn man sich die Unterschiede der 3 Versionen im Detail ansieht.

Windows-Unterschiede_3

 

Man sieht, dass Windows 10 S und Pro eine Menge gemeinsame Features Azure Active Directory, Mobile Device Management, Business Versionen von Update und dem Store, Bitlocker und Enterprise Roaming. Diese Features sind wichtig, wenn Windows 10 S im Schuleinsatz von einem Administrator verwaltet werden soll.

Was braucht nun der normale Consumer? Möchte er Programme installieren, die nicht im Windows Store sind, braucht er Windows 10 Home oder Pro. Möchte er das nicht und dafür mehr Sicherheit, schnellere Leistung und mehr Akkulaufzeit, dann braucht er Windows 10 S.

Gehen wir nun ein bisschen tiefer in den Lizenzbereich für Unternehmen und Schulen und kommen zu

Windows 10 Pro – Enterprise – Education

Windows 10 Enterprise und Education bieten im Vergleich zu der Pro Version noch weitere Features und Einstellungsmöglichkeiten in den Bereichen Produktivität/Benutzerfreundlichkeit, Verwaltung/Bereitstellung, Sicherheit und Grundlagen. Auch dafür gibt es eine schöne Tabelle:

Windows-Unterschiede_4-jpg

Windows-Unterschiede_5

Windows-Unterschiede_6

Windows-Unterschiede_7-jpg

Diese Features oben betreffen die Desktopvariante, die nicht Mobile Version für Windows Phones. Die Tabelle dafür gibt es hier.

Zu sehen ist, dass die Versionen Education und Enterprise fast identisch sind und sich einfach nur im Anwendungsbereich unterscheiden (und natürlich im Preis).

Was die einzelnen weiteren Features genau bedeuten und für Auswirkungen haben, möchte ich in diesem Artikel nicht beleuchten. Einmal führt das zu weit und auf der anderen Seite ist es für die Mehrheit der Leser sicher nicht wirklich interessant.

Wer bis hierhin durchgehalten hat: „Herzlichen Glückwunsch“ und dafür gibt es zum Schluss noch etwas Interessantes aus dem Bereich „nutzloses Wissen“. Es geht um die

Windows 10 K und KN-Versionen

Tatsächlich hat der Europäische Gerichtshof seit Windows 7 schon Microsoft vorgeschrieben Windows Versionen ohne Software, die dem User die Wahl zwischen Standard-Features lassen.

Bei den normalen Windows Versionen sind Programme zum Abspielen von CDs, DVDs und zahlreicher Medienformate (Standard-Codecs: MPEG, WMA, AAC, …) vorinstalliert. Jeder kennt sicher noch den Windows Media Player, der das unter anderem bietet.

Laut Entscheidung des Europäischen Gerichtshof muss es aber Windows Versionen geben, in denen dem Nutzer das nicht vorgeschrieben wird. Der Nutzer muss sich also selbst um Software kümmern, mit denen all diese Mediendateien wiedergegeben werden können. Diese Versionen tragen die Buchstaben K und KN.

Einfach gesagt ist der Media Player bei diesen Versionen nicht installiert. Man kann das Medien-Packet aber nachträglich installieren. Dafür bitte hier klicken.

Das sind also die Unterschiede zwischen all den Windows 10 Versionen. Ich hoffe ich konnte mit diesem Artikel ein bisschen Klarheit bringen, auch wenn das Thema sehr trocken ist.

 

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