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Tablet-Klassen: Veränderung des Unterrichts

Mich hat interessiert, wie dieses Thema im Ausland besprochen wird. In Deutschland wird das Thema ja vor allem durch Lehrer und die soziale Frage ausgebremst. Durch Lehrer, da einige scheinbar keine Lust auf Fortschritt haben. Mit diesen Lehrern diskutiere ich immer sehr gerne.

Durch die soziale Frage, da das Modell (Kaufen Schulen die Tablets?, Kaufen Eltern die Tablets?, Wie geht man mit dem schnellen Altern der Geräte um?) noch nicht klar ist. Dieses Thema ist natürlich absolut berechtig und muss diskutiert werden, da die soziale Herkunft keinen Einfluss auf den Bildungserfolg haben darf.

Doch wie wird nun im Ausland mit dem Thema umgegangen?

Nach einer Untersuchung der „ZEIT“ ist Deutschland weit hinter Schweden, Estland, Lettland, den Niederlanden, Thailand, Türkei und den USA zurück. Bis auf Thailand und die Türkei hat mich das nicht wirklich überrascht. Interessant ist jedoch, dass in den Ländern unterschiedliche Konzepte verfolgt werden. In Schweden und den genannten Baltischen Staaten werden flächendeckend ab Klasse 1 Tablets an die Schülerinnen und Schüler verteilt. Sie werden dort genutzt, um Lesen und Schreiben zu lernen. Die Niederlande verfolgen ein Konzept, welches ich als papierloser Student sehr gut finde: Es gibt dort 11 kompletten iPad-Schulen, die ohne Hefte und Bücher (also Papier) auskommen wollen. Ob das iPad dafür das richtige Gerät ist, wage ich jedoch zu bezweifeln.

In Thailand wurden in dem Pilot-Jahr 850.000 Tablet-PCs an Schülerinnen und Schüler ausgegeben. In den USA sind Schulen und Universitäten mit 4,5 Millionen verkauften iPads ein wichtiger Apple Kunde. Die Türkei plant 15 Millionen Tablets für Schülerinnen und Schüler anzuschaffen.

Bei diesen Zahlen wir einem erst mal bewusst, wie weit Deutschland bei diesem Thema im internationalen Vergleich immer weiter den Anschluss verliert. Wobei die entscheidende Frage natürlich nicht ist, wie viele Geräte gekauft werden, sondern wie diese didaktisch eingesetzt werden. Darüber möchte ich jedoch in einem anderen Artikel berichten.

 

Was ändert sich durch den Tablet-Einsatz?

Es wurden interessante Beobachtungen gemacht, wie sich das Lernen durch den Einsatz von Tablets in Schulen verändert. Es hat sich ein didaktisches Konzept entwickelt, dass „flipped classroom“ (zu Deutsch: umgedrehter Klassenraum) genannt wird.

Darunter versteht man, dass die Wissensvermittlung nicht mehr primär im Unterricht und durch den Lehrer stattfindet, sondern sich Schüler sich eigenständig durch Videos, Podcasts oder Webartikel Wissen erarbeiten. Im Unterricht werden die erarbeiteten Ergebnisse dann zusammengetragen und offene Fragen erklärt.

Mir gefällt dieses Konzept ziemlich gut, da Schülerinnen und Schüler sich Inhalte in ihrem eigenen Lerntempo erarbeiten können. Außerdem wird durch das gemeinsame Kontrollieren auch das Medienbewusstsein und kritische Denken gefördert. Googelt ein Schüler beispielsweise nur oberflächlich oder vertraut der erst besten Quelle ohne diese zu überprüfen, fällt er vielleicht auf „Fake News“ herein, was im Unterricht dann ziemlich schnell entlarvt werden dürfte. Gerade in der heutigen Zeit ist die Wichtigkeit eines kritischen Umgangs mit Online-Medien sehr wichtig.

Mich interessiert nun Eure Meinung? Begrüßt Ihr den Einsatz von Tablets im Unterricht? Was haltet Ihr von dem Konzept „flipped classroom“? Lasst es mich gerne wissen!

 

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