#PapierlosLernen – ein digitales Experiment

Als das Surface Pro 3 auf den Markt kam und die ersten Testberichte dazu veröffentlich wurden, hat mich sehr gestört, dass Microsoft das beste Feature des Gerätes gar nicht richtig beworben hat. Der Stift! In Testberichten wurde er immer nur als Mausersatz verwendet und nie, um damit digitale Notizen zu erstellen. Microsoft intern schien man jedoch den Mehrwert des Stiftes verstanden zu haben, denn es wurde in der Entwicklung strikt daran gearbeitet und verbessert. Inzwischen gibt es jedoch einige Bemühungen, die Vorteile von einem Surface mit Stift in Verbindung mit OneNote besonders für Schulen attraktiv zu vermitteln. Dazu gehört das Experiment #PapierlosLernen, von dem ich heute berichten möchte.

 

Bei diesem Experiment arbeiteten die zwei 16-jährigen Schülern Sebastian Franz und Marco Nagles des Gymnasiums Thomaeum ein Jahr lang mit OneNote und dem Surface 3 und verzichteten auf die klassischen Werkzeuge Stift und Papier.

 

Sebastian Franz und Marco Nagles

Von ihren Erfahrungen haben sie in fünf Gastbeiträgen berichtet, die ich unten verlinkt habe.

Der größte Unterschied, den sie bemerkt haben, ist, dass die Schultaschen deutlich leichter geworden sind, da sie nicht mehr das ganze schwere Papier schleppen mussten. Trotzdem hatten sie mehr Unterlagen dabei, als die Mitschüler, da sie digital auf dem Surface gespeichert waren. Diese Erfahrung kann ich als Student bestätigen. In der Vorlesung hat man das Problem, dass diese für ein Semester gerne mal 300 Seiten lang sind, sodass es unmöglich ist alles mitzunehmen. Wenn ein Professor dann noch gerne im Skript hin und her springt, kann man mit Papier nicht mehr mithalten. Auf dem Surface habe ich jedoch immer alle Skripte dabei, auch die von den letzten Semestern.


Sebastian und Marco schreiben, dass die Umstellung gar kein Problem war und sie mit dem Surface und OneNote genau so arbeiten können, wie sie es mit Papier und Stift gemacht haben. Der große Vorteil ist jedoch, dass man mit dem Surface Pen alle Stifte in einem hat und sehr leicht zwischen diesen wechseln kann. Zusätzlich sind alle Notizen jederzeit lösch- und veränderbar. Besonders bei der Nachbearbeitung hat den beiden diese Möglichkeit sehr gut gefallen.

 Surface OneNote Papier

Die Akzeptanz der Lehrer war unterschiedlich. Klar, viele sagen bestimmt, dass das handschriftliche Anfertigen von Notizen deutlich sinnvoller ist, als das Tippen mit Tastatur. Da haben sie natürlich Recht, aber genau die Handschrifteingabe ist auf dem Surface ja möglich! Meine Erfahrung ist, dass wenn ich OneNote zeige, die Lehrer relativ schnell davon begeistert sind. Die meisten Lehrer von Sebastian und Marco waren sehr neugierig und da die Geräte im Unterricht nicht mit dem Internet verbunden waren, hatten die beiden keine Vorteile gegenüber den Mitschülern (außer dem Vorteil von digitalen Notizen). Über die Dauer des Experiments nahm die Akzeptanz zu, da man feststellte, dass keine große Ablenkung im Unterricht vom Surface ausging. Auch die Mitschüler waren von den Möglichkeiten von Surface und OneNote begeistert. Klar wird man neidisch, wenn neben einem mit einem coolen Tablet-PC anstatt mit langweiligem Stift und Papier gearbeitet wird.

Weiter ist den beiden aufgefallen, dass das Teilen von Notizen und Unterrichtsinhalten durch OneNote und das in der Cloud gespeicherte Notizbuch sehr einfach geworden ist. Zunächst haben die beiden die Inhalte vor allem untereinander geteilt, aber im Laufe des Experiments immer mehr auch mit Mitschülern. Auch diese Erfahrung habe ich gemacht. Je näher es auf die Klausuren zugeht, desto häufiger werde ich von meinem Kommilitonen gefragt, ob ich ihnen meine Unterlagen des Semesters zuschicken kann.

Zum Schluss möchte ich noch einen Kommentar über das Experiment an sich sagen. Ich finde es sehr gut, dass man auf diese Art versucht hat herauszufinden, wie sich das Surface und OneNote im Schüleralltag schlägt und wie es sich von Papier und Stift unterscheidet. Auch, dass das Ganze über ein Schuljahr ging gefällt mir gut. Ich hoffe, dass ich die beiden einmal persönlich auf ein Gespräch treffen kann, damit wir uns über unsere Erfahrungen austauschen und intensiver über die Arbeit mit OneNote und dem Surface in Schulen sprechen können. Mich würde z.B. auch interessieren, ob sich die Schulnoten verändert haben. Hier hätte ich mir ein paar mehr Details gewünscht. Wenn es ein Gespräch oder Interview gibt, dann werde ich natürlich auf dem co.Tec Blog darüber berichten.

Die Beiträge von Sebastian und Marco sind hier zu finden: https://blogs.technet.microsoft.com/microsoft_presse/papierloslernen-ein-digitales-experiment-mit-surface-3-onenote-und-office-lens/
https://blogs.technet.microsoft.com/microsoft_presse/papierloslernen-das-digitale-experiment-hat-begonnen/ 

https://blogs.technet.microsoft.com/microsoft_presse/papierloslernen-wenn-digitales-beim-lernen-zur-routine-wird/ 

https://blogs.technet.microsoft.com/microsoft_presse/papierloslernen-bleistift-fller-surface-pen-die-evolution-des-schreibgerts/ 

https://blogs.technet.microsoft.com/microsoft_presse/papierloslernen-sechs-apps-die-unseren-schultag-veraendert-haben/ 

 

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