Surface Pro 3 und Pro 4 und was Jim Knopf damit zu tun hat

Ich gebe zu, die Überschrift ist sehr verwirrend, aber nach diesem Artikel wird man sie verstehen. Seit einiger Zeit benutze ich das Surface Pro 4 als Hauptgerät. Davor war die letzte Generation, also das Surface Pro 3 mein ständiger Begleiter. Ich habe ja schon in vorherigen Artikeln ein wenig über die Unterschiede vor allem von Stift und Type Cover geschrieben und möchte in diesem Artikel den Fokus auf die Merkmale der beiden Geräte legen.

Als ich die Ankündigung des Surface Pro 4 gesehen habe, wollte ich es mir zunächst nicht anschaffen. Die Verbesserungen und neuen Features sehen auf Papier einfach zu wenig aus, als dass sie einen Kauf der neusten Generation für mich gerechtfertigt hätten. Dann habe ich von co.Tec ein Testgerät gestellt bekommen und damit eine Zeit lang gearbeitet.

Als ich danach auf mein Pro 3 zurück gewechselt bin, ist mir der Unterschied zwischen den beiden Geräten ziemlich krass aufgefallen. Das Phänomen dabei kommt mir vor, wie das Gegenteil von dem Scheinriesen „Herr Tur Tur“ aus Jim Knopf. Das möchte ich ganz kurz erklären.

 

Der Scheinriese „Herr Tur Tur“ sieht von großer Entfernung aus wie ein Riese. Je näher man ihm jedoch kommt, desto kleiner wird er und erreicht man ihn, so hat er eine ganz normale Größe. Das Gegenteil davon ist vermutlich ein Scheinzwerg. So einer ist für mich der Unterschied zwischen dem Surface Pro 3 und dem Pro 4. Das heißt, dass der Unterschied auf dem ersten Blick gar nicht so groß scheint und jeder Laie wird die Geräte optisch vermutlich nicht auseinanderhalten können. Je intensiver man jedoch mit den Geräten arbeitet, desto mehr Differenzen fallen einem auf.

 

Was unterscheidet also das neue Surface Pro 4 vom Pro 3?

Die um 0,6 cm geringere Dicke merkt man wirklich sehr deutlich. Ich muss ganz ehrlich sagen, dass ich zunächst milde gelächelt habe, als ich die neuen Abmessungen gelesen habe. Ich kann es nicht wirklich beschreiben, aber es fällt doch beim täglichen Arbeiten mit dem Gerät auf. Das Surface Pro 4 ist halt ein PC in Tabletform und deshalb hat man es sehr häufig in der Hand. Man bemerkt die 60 mm sogar, wenn man das Pro 4 einfach nur unterm Arm trägt.

 Surface Pro 4 Anschlüsse

Ein weiterer Punkt ist das Gefühl beim Anfertigen von digitalen Notizen. Der neue Stift arbeitet mit 1024 Druckstufen und ist sogar mit dem Surface Pro 3 kompatibel. Auf dem Pro 4 arbeitet der Stift jedoch noch mal deutlich besser. Mein Tipp: Das beste Schreibgefühl hat man, wenn man auf dem Pro 4 mit dem neuen Pen und der OneNote App arbeitet. Das liegt zum einen daran, dass die 1024 Druckstufen nur auf dem Pro 4 unterstützt werden und zum anderen, dass die Interpolation der Schrift in der neuen OneNote App sehr gut funktioniert.

Windows Hello ist ein Feature, das man beim Pro 4 sehr schnell lieben lernt. Es ist total praktisch, kein Kennwort mehr eingeben zu müssen und die Erkennung funktioniert super schnell. Das Gerät startet, erkennt mich und schon befinde ich mich auf dem Desktop. Mir fällt immer besonders auf, wie gut die Funktion ist, wenn ich das Surface anderen Leuten zeige. Man fühlt sich doch immer unwohl, Passwörter im Beisein von anderen einzugeben und so ist das gar nicht nötig. Windows Hello ist einfach eine Funktion, an die man sich sehr schnell gewöhnt und sie auf anderen Geräten vermisst.

 Anmeldebildschirm

Der stufenlos einstellbare Kickstand ist ein Feature, was mit dem Surface Pro 3 eingeführt wurde. Bei meinem Pro 3 hatte ich immer Angst, dass ich ihn kaputt mache, denn er hatte für meinen Geschmack sehr viel Spiel und klapperte ordentlich. Beim Pro 4 ist fast gar kein Spiel mehr vorhanden und er fühlt sich deutlich stabiler an.

 Surface Pro 4 Rückseite

Als letztes möchte ich den überarbeiteten Lüfter ansprechen. Das Surface Pro 3 war für seinen sich lautstark meldenden Lüfter bekannt. Beim Surface Pro 4 gibt es nun ein Hybrid-Kühlungssystem. Das bedeutet, dass der Prozessor auf zwei Arten gekühlt wird. Zum einen wird durch Kühlflüssigkeit die Abwärme aufgenommen und an eine Wärmetauscherplatte geleitet. Über diese wird 60 % der Hitze an die Umgebung abgegeben. Für die restlichen 40 % ist nach wie vor ein Lüfter vorhanden, der jedoch deutlich leiser ist, als der Lüfter beim Pro 3. Außerdem muss er durch die Wärmetauscherplatte viel seltener aktiv werden. Ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass der Lüfter bei mir nur noch sehr selten angeht.

Das sind für mich also die wesentlichen Verbesserungen vom Surface Pro 4. Die Metapher vom Scheinzwerg passt dazu einfach perfekt. Das Surface Pro 3 ist zwar immer noch ein hochklassiges Gerät, aber beim Pro 4 merkt man, dass Microsoft an jedem Detail arbeitet und verbessert.

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